WoW Forever: Tauren waren einfach zu OP – Blizzard muss die Turbo-Kühe nerfen

WoW Forever: Tauren waren einfach zu OP – Blizzard muss die Turbo-Kühe nerfen

Kaum ist WoW Forever gestartet, bremst Blizzard die Turbo-Tauren schon wieder aus: Ihre Volksfähigkeit Ebenenlaufen war stellenweise zu stark.

Eigentlich sind Tauren nicht gerade das Volk, das man in WoW mit halsbrecherischer Geschwindigkeit verbindet. Die riesigen Rindviecher sehen eher so aus, als würden sie gemütlich über eine Wiese stapfen, statt irgendwelche Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen. In WoW Forever sieht die Sache allerdings ein bisschen anders aus.

Dort haben die Tauren nämlich eine neue Volksfähigkeit bekommen, mit der sie ordentlich Tempo machen können. Und offenbar war das zumindest auf den Schlachtfeldern ein bisschen zu viel des Guten. Denn kaum ist WoW Forever gestartet, muss Blizzard die Turbo-Kühe auch schon wieder einbremsen. Ja, richtig gelesen. Ausgerechnet die Tauren waren offenbar zu schnell für den Rest von Azeroth.

Wenn die Kuh plötzlich schneller als das Pferd ist

Schuld an der ganzen Geschichte ist die Volksfähigkeit Ebenenlaufen (Plainsrunning). Die sorgt dafür, dass Tauren immer schneller werden, je länger sie sich bewegen. Alle fünf Sekunden bekommen sie zwei Prozent zusätzliche Bewegungsgeschwindigkeit, bis sie irgendwann das Maximum von satten 60 Prozent erreicht haben. Damit können Tauren genauso schnell durch die Gegend rennen wie andere Spieler auf ihren normalen Reittieren. Nur eben ohne Reittier. Warum sollte man sich auch auf ein Pferd setzen, wenn man selbst schnell genug laufen kann?

Ganz ohne Haken funktioniert das natürlich nicht. Bis die maximale Geschwindigkeit erreicht ist, müssen die Tauren immerhin zweieinhalb Minuten unterwegs sein. Wer stehen bleibt oder Schaden kassiert, verliert wieder Geschwindigkeit. Für den normalen Kampf ist das also eher unpraktisch. Auf den Schlachtfeldern sah die Sache allerdings anders aus. Dort konnten Tauren ihre Geschwindigkeitsboni nämlich schon während der Vorbereitungsphase aufbauen. Während die anderen Spieler noch darauf warteten, dass sich endlich die Tore öffnen, liefen sich die Kühe schon mal warm.

Und wenn es dann losging, konnten sie direkt mit ordentlich Tempo davonrennen. Besonders praktisch ist das natürlich auf Schlachtfeldern wie der Kriegshymnenschlucht, wo es darum geht, die gegnerische Flagge zu klauen und möglichst schnell in die eigene Basis zu bringen. Was könnte da schon schiefgehen, wenn man einem zwei Meter großen Rindvieh einen ordentlichen Geschwindigkeitsbonus verpasst?

Blizzard zieht den Turbo-Kühen den Stecker

Offenbar eine ganze Menge. Denn mit den ersten Hotfixes vom 5. November hat Blizzard gleich zwei Änderungen an Ebenenlaufen vorgenommen. Zum einen können Tauren ihre Geschwindigkeitsboni nicht mehr während der Vorbereitungsphase eines Schlachtfelds aufbauen. Zum anderen ist Schluss mit dem Turbo, sobald sie eine Flagge tragen. Bereits angesammelte Boni verschwinden und neue lassen sich während des Flaggentragens ebenfalls nicht aufbauen.

Damit ist die Karriere als Hochgeschwindigkeits-Flaggenträger erst einmal beendet. Wer die gegnerische Flagge klaut, muss sich künftig also wieder mit normaler Geschwindigkeit aus dem Staub machen. Zumindest, was die Volksfähigkeit angeht. Wobei man fairerweise sagen muss, dass Blizzard die Tauren nicht grundsätzlich langsamer gemacht hat. Außerhalb dieser PvP-Situationen funktioniert Ebenenlaufen weiterhin wie gewohnt. Die Kühe dürfen also nach wie vor mit bis zu 60 Prozent zusätzlicher Geschwindigkeit durch Azeroth galoppieren.

Und das ist auch gut so. Denn irgendwie hat es schon seinen Charme, wenn ein Tauren neben einem Reiter herläuft, während der sich vermutlich fragt, warum er eigentlich so viel Gold für sein Reittier ausgegeben hat. Auf den Schlachtfeldern müssen sich die Tauren künftig allerdings etwas zurückhalten. Die gegnerische Flagge klauen und anschließend mit Vollgas Richtung Heimat verschwinden, ist jedenfalls nicht mehr drin. Die schnellsten Kühe von Azeroth dürfen also weiterhin rennen. Nur mit der Flagge in der Hand müssen sie sich jetzt ein bisschen benehmen.

Quelle: Buffed