WoW: Blizzard holt die Nerf-Keule raus – bis zu 89 Prozent weniger Schaden

WoW Midnight bekommt massive Raid-Nerfs: Blizzard senkt den Schaden zahlreicher Fähigkeiten und vereinfacht die Kämpfe im Giftigen Abgrund deutlich.
Blizzard ist bekannt dafür, den Schwierigkeitsgrad seiner Raids im Laufe der Zeit immer wieder nach unten zu korrigieren. Mal verlieren die Bosse ein paar Prozent Lebenspunkte, mal werden einzelne Fähigkeiten abgeschwächt. Was die Entwickler jetzt allerdings mit dem Giftigen Abgrund anstellen, ist selbst für WoW-Verhältnisse ziemlich heftig.
Gleich mehrere Bosse werden teilweise massiv generft. Besonders Ula'tek, der Endboss des aktuellen Raids aus WoW Midnight, bekommt ordentlich auf die Mütze. Eine seiner Fähigkeiten verursacht künftig satte 89 Prozent weniger Schaden! Und das ist längst nicht der einzige Nerf, die Blizzard vorgenommen hat.
Blizzard macht mit den Raid-Bossen kurzen Prozess
Wer sich bisher an Ula'tek die Zähne ausgebissen hat, dürfte sich über die kommenden Änderungen freuen. Auf dem heroischen Schwierigkeitsgrad verliert der Boss erst einmal 15 Prozent seiner Lebenspunkte. Das allein wäre schon eine ordentliche Erleichterung, aber Blizzard geht noch deutlich weiter.
Besonders die Fähigkeit „Ätzende Wellen“ wird massiv abgeschwächt. Der regelmäßige Schaden sinkt auf Normal um 75 Prozent, auf Heroisch um 61 Prozent und auf Mythisch sogar um 89 Prozent. Auch andere Fähigkeiten werden deutlich ungefährlicher. „Unchecked Rage“ verursacht auf sämtlichen Schwierigkeitsgraden 61 Prozent weniger Schaden, während „Malice“ auf Normal und Heroisch um 63 Prozent abgeschwächt wird.
Dabei bleibt es nicht bei reinen Schadensreduzierungen. Blizzard vereinfacht auch einige der Mechaniken. Ula'tek beschwört weniger Eier, nimmt mit bestimmten Fähigkeiten weniger Spieler gleichzeitig ins Visier und verzichtet auf Heroisch in der dritten Phase auf zusätzliche Giftwellen. Der Kampf wird also nicht nur weniger tödlich, sondern an einigen Stellen auch deutlich übersichtlicher.
Und Ula'tek ist nicht der einzige Boss, der Federn lassen muss. Bei den Zwillingsfängen wird der Schaden einer Fähigkeit um 40 Prozent reduziert, Vashnik verursacht auf Mythisch 37 Prozent weniger Schaden mit einer seiner Attacken und beim Gewundenen Altar wird eine Fähigkeit sogar um 60 Prozent abgeschwächt.
Die Anpassungen kommen übrigens nicht gesammelt mit dem nächsten wöchentlichen Reset. Einige sind bereits aktiv, während Blizzard die restlichen Änderungen in den kommenden Tagen einspielen will.
Hier die gesamten Hotfixes mit den Nerfs an den Bossen:
The Venomous Abyss
- Entombed Sentinels
- Reduced the maximum scale of Blood Venom pools on Heroic and Mythic difficulty.
- Blood Venom pool duration reduced to 2 minutes on Mythic difficulty (was 5 minutes).
- Vashnik, the Malignant
- Malignance damage reduced by 37% on Mythic difficulty.
- Malignance damage over time duration reduced to 16 seconds on Mythic difficulty.
- Twin Fangs
- Visceral Burst damage reduced by 40% on Mythic difficulty.
- The Coiled Altar
- Axegrinder movement speed reduced by 20% on all difficulties.
- Axegrinder damage reduced by 20% on Mythic difficulty.
- Gloombomb damage reduced by 20% on Mythic difficulty.
- Venom Rupture damage reduced by 15% on Mythic difficulty.
- Malevolent Resonance damage reduced by 60%.
- Gravebound Soul Fragments last an additional 2 seconds before fading away on Mythic difficulty.
- The number of Spiteful Soulcoilers that spawn from Spiritcackle reduced to 1 on Mythic difficulty (was 2).
- Developers’ notes: With this change Soulcoilers will now spawn similarly to how they spawn on Heroic difficulty.
- Ula’tek
- Adjusted the health scaling on the following enemies on Raid Finder, Normal, and Heroic difficulties to better account for smaller raid sizes. Their base health has also been reduced on these difficulties to ensure the health scaling does not increase their health with larger raid sizes.
- Ula’tek
- Blightsclae Rawling
- Blightscale Viper
- Blightscale Shrieker
- Weakened Doomscale
- Ula’tek health reduced by 15% on Heroic difficulty.
- Unchecked Rage damage reduced by 61% on all difficulties.
- Caustic Waves impact damage reduced by 17% on Heroic and Mythic difficulties.
- Caustic Waves damage over time reduced by 75% on Normal, 61% on Heroic, and 89% on Mythic difficulties.
- Malice damage reduced by 63% on Normal and Heroic difficulty, and 45% on Mythic difficulty.
- Virulent Spit damage reduced by 46% on Raid Finder, 33% on Normal and Heroic, and 36% on Mythic difficulties.
- Falling Debris damage reduced by 46% on Raid Finder, 33% on Normal and Heroic, and 36% on Mythic difficulties.
- Viscous Echoes impact damage reduced by 53% and damage over time reduced by 25% on all difficulties.
- Reduced the number of eggs summoned by Call of the Serpent on Normal and Heroic difficulty.
- Reduced the number of targets selected by Serpent’s Bite on all difficulties.
- Reduced the number of targets selected by Grasping Fangs on Normal and Heroic difficulty.
- Removed 2 eggs from each side during Phase 2, reducing the total to 8 eggs per side on Heroic difficulty.
- Ula’tek no longer generates additional Caustic Waves from Spectral Tails when sending walls of waves across the platforms during Phase 3 on Heroic difficulty.
- Noxious Splash initial damage reduced by 33% and damage over time reduced by 84% on Mythic difficulty.
- Putrid Membrane duration reduced to 20 seconds (was 30 seconds) on Mythic difficulty.
- Adjusted the health scaling on the following enemies on Raid Finder, Normal, and Heroic difficulties to better account for smaller raid sizes. Their base health has also been reduced on these difficulties to ensure the health scaling does not increase their health with larger raid sizes.
Kommen die Nerfs nicht ein bisschen spät?
So sehr sich einige Raidgruppen über die Abschwächungen freuen dürften, der Zeitpunkt ist durchaus interessant. Immerhin ist der Giftige Abgrund bereits seit Mitte August geöffnet. Gut zweieinhalb Monate später werden die Bosse nun teilweise so massiv abgeschwächt, dass man sich durchaus fragen kann, ob Blizzard beim ursprünglichen Schwierigkeitsgrad nicht ein wenig übertrieben hat.
Dazu kommt, dass ausgerechnet jetzt mit WoW Forever ein neues Kapitel in der Geschichte von World of Warcraft begonnen hat. Seit dem 5. November können sich die Spieler in der neuen Version von Azeroth austoben. Dass die massiven Nerfs im modernen WoW praktisch zeitgleich mit dem Release von Forever kommen, ist zumindest ein bemerkenswerter Zufall.
Ob Blizzard damit tatsächlich versucht, einige Spieler wieder ins moderne WoW zu locken, ist allerdings reine Spekulation. Schließlich ist es nicht ungewöhnlich, dass die Entwickler gegen Ende einer Raid-Phase noch einmal kräftig an der Schwierigkeit schrauben, damit auch weniger erfolgreiche Gilden die Bosse besiegen können.
Für die Spieler, die noch immer im Giftigen Abgrund feststecken, sind die Änderungen jedenfalls eine gute Nachricht. Wobei man sich bei Schadensreduzierungen von fast 90 Prozent schon fragen darf, ob Blizzard hier nicht ein wenig über das Ziel hinausschießt. Wie seht ihr das? Sind die Nerfs längst überfällig oder hätte man die Bosse ruhig so lassen können?
Quelle: Buffed
