WoW Forever lief zum Start erstaunlich rund – nun zeigt Blizzard die gewaltige Server-Technik dahinter

Eine Viertelmillion GB RAM für ein MMO? Blizzard verrät die gewaltigen Server-Zahlen zum Start von WoW Forever – der Launch lief dabei erstaunlich rund.
Wer schon ein paar MMO-Launches mitgemacht hat, kennt das Spiel: Stundenlange Warteschlangen, überlastete Server und regelmäßige Verbindungsabbrüche gehören fast schon zum guten Ton. Beim Start von WoW Forever sah das allerdings anders aus. Trotz des gewaltigen Spielerandrangs lief der Launch erstaunlich problemlos. Jetzt hat Blizzard verraten, welche Hardware im Hintergrund dafür sorgen sollte. Und die Zahlen haben es durchaus in sich.
Denn während wir uns bei einem neuen Gaming-PC vielleicht überlegen, ob es nun 32 oder doch lieber 64 GB Arbeitsspeicher sein sollen, hat Blizzard für den Launch von WoW Forever mal eben mehr als 250.000 GB RAM aufgefahren. Aber auch der Rest der Server-Infrastruktur ist nicht gerade klein ausgefallen.
Fast 4.000 virtuelle Maschinen für Azeroth
Auf X hat Blizzard einen kleinen Einblick in die Technik hinter WoW Forever gegeben. Um den erwarteten Ansturm auf die Server abzufangen, waren offenbar einige Ressourcen nötig. Insgesamt kamen folgende Kapazitäten zum Einsatz:
- 3.924 virtuelle Maschinen
- 251.136 GB Arbeitsspeicher
- 70.480 CPU-Kerne
Damit man sich das Ganze ein wenig besser vorstellen kann: Allein der Arbeitsspeicher entspricht dem RAM von 7.848 Gaming-PCs mit jeweils 32 GB. Wer also schon immer mal eine richtig große LAN-Party veranstalten wollte, dürfte damit zumindest beim Arbeitsspeicher ganz gut ausgestattet sein.
Natürlich kann man solche Serverstrukturen nicht einfach mit einem normalen Gaming-PC vergleichen. Die Zahlen zeigen aber recht deutlich, welche Dimensionen ein MMO-Launch heutzutage annehmen kann. Rechnerisch entfallen auf jede virtuelle Maschine durchschnittlich 64 GB RAM und knapp 18 CPU-Kerne. Wie Blizzard die Ressourcen tatsächlich verteilt hat, ist allerdings nicht bekannt.
Der Launch lief erstaunlich problemlos
Der ganze technische Aufwand scheint sich zumindest gelohnt zu haben. Denn während bei anderen MMO-Starts gerne mal stundenlang gar nichts geht, konnten die meisten Spieler in WoW Forever relativ problemlos ihre ersten Schritte machen.
Natürlich lief nicht alles perfekt. Es gab vereinzelt Warteschlangen, Verbindungsprobleme und andere kleinere Schwierigkeiten. Die ganz große Serverkatastrophe, wie wir sie von so manchem MMO-Launch kennen, blieb allerdings aus.
Dabei war der Spieleransturm offenbar sogar größer als erwartet. WoW-Chefin Holly Longdale erklärte, dass der Start die internen Erwartungen übertroffen habe. Blizzard war darauf aber wohl gut genug vorbereitet, um größere Schwierigkeiten zu vermeiden.
Wie viele Spieler sich tatsächlich zum Launch in Azeroth herumgetrieben haben, wissen wir übrigens weiterhin nicht. Denn auch wenn die Hardware-Zahlen beeindruckend sind, lassen sich daraus keine konkreten Spielerzahlen ableiten. Dafür müsste Blizzard schon selbst verraten, wie viele Abenteurer sich gleichzeitig auf den Servern getummelt haben. Bis dahin wissen wir immerhin, dass hinter WoW Forever eine ziemlich gewaltige Server-Infrastruktur steckt. Und die hat zum Launch offenbar genau das getan, was sie sollte: möglichst wenig auffallen.
Quelle: Buffed
