WoW: Forever macht ein WoW 2 überflüssig - zumindest laut Blizzard

Ist WoW: Forever nur der Auftakt für ein WoW 2?
World of Warcraft: Forever wurde in jüngster Vergangenheit endlich angekündigt und bringt eigentlich all die Dinge, die Spieler von einem Classic Plus erwartet haben: neue Talente, Dungeons, Raids, Zonen, Klassenkombinationen, 30-Euro-Elfen und natürlich die verbesserte Grafik.
Durch all die Neuerungen – vor allem die besseren Lichteffekte – haben einige Spieler bereits begonnen, WoW: Forever als das sagenumwobene WoW 2 zu beschreiben, oder sich zumindest zu fragen, ob es irgendwann ein richtiges WoW 2 basierend auf den ganzen Fortschritten aus WoW: Forever geben wird.
Nach über 20 Jahren WoW: Blizzard erklärt, warum man nicht einfach von vorn anfangen will
Darunter etwa Michael Peyton von IGN, der sich mit dem Principal Designer Kris Zierhut und dem Lead Encounter Designer Mike Nuthals von WoW: Forever zusammengesetzt hat, um ein wenig über das Spiel zu sprechen. Unter anderem wurde hier beleuchtet, wieso WoW: Forever schlicht besser ist als ein potenzieller Nachfolger. So erklärte Zierhut:
„Ich denke, eines der Dinge, die an WoW besonders großartig sind, ist, dass wir dieses Spiel, diese Welt und dieses Design haben, das seit 25 Jahren weiterentwickelt wird. Und wir verbessern es ständig weiter. Wir haben die Grafik verbessert, wir haben die Darstellung verbessert, wir haben die Beleuchtung verbessert – all die neuen Features, die wir heute auf der Bühne gezeigt haben.“
World of Warcraft ist im Jahre 2026 ein völlig anderes Spiel als noch 2004 und auch das anstehende WoW: Forever wird sich in einigen Bereichen grundlegend von der originalen Version unterscheiden. Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Guild Wars ist für World of Warcraft ein richtiger Nachfolger laut Zierhut daher schlicht nicht nötig:
„Wir verfügen über diese unglaubliche Engine und Server-Infrastruktur, die das Spiel antreibt und die ihresgleichen sucht. Warum sollte man das wegwerfen und von vorn anfangen?“
Ein Grund, noch einmal von vorn anzufangen, könnte etwa die erzählte Story sein, da Spieler mit der Richtung der Retail-Handlung bereits seit Längerem nicht sonderlich zufrieden sind. Guild Wars 3 spielt etwa 1.000 Jahre vor den Geschehnissen des Vorgängers, weswegen hier völlig andere Geschichten erzählt werden können, die vor allem wesentlich bodenständiger sind.
Eine bodenständigere Geschichte wünschen sich Spieler auch von WoW schon seit Längerem, doch genau dieses Problem soll mit WoW: Forever ebenfalls gelöst werden, da hier alles auf Anfang gesetzt wird:
„Es ist ja nicht so, dass mit der Geschichte etwas nicht stimmt. Wir lieben die Geschichte. Wenn wir also mit WoW: Forever zum Anfang zurückkehren, bietet sich die Gelegenheit, diese Geschichte auf neue und andere Weise zu erkunden. Daher ist es wirklich schwer zu sagen: „Was würde euch ein WoW 2 bieten, was WoW: Forever nicht bereits bietet?'“
Ein WoW 2 hätte zwar einige klare Vorteile, etwa dass Blizzard nicht länger an den berüchtigten Spaghetti-Code gebunden ist, durch den plötzlich scheinbar willkürliche Dinge kaputtgehen, wenn an anderer Stelle irgendein Fehler behoben wird, und auch die Einstiegshürde würde durch einen Nachfolger drastisch gesenkt werden.
Für Blizzard stellen diese Dinge jedoch scheinbar kein Problem dar, weswegen eine Fortsetzung zumindest im Moment nicht im Raum steht.
Quelle: Buffed
