"Wir dachten, das wird ein Desaster" - Blizzards WoW-Idee wurde zur größten Überraschung

In World of Warcraft: Midnight plant Blizzard ein Feature, das eure Routine in der Open World bewusst durcheinanderbringt. Erste Tests zeigen eine Reaktion der Spieler, mit der selbst die Entwickler nicht gerechnet haben.
Mit dem neuen Beute-Modus will Blizzard die Open World von World of Warcraft: Midnight spürbar spannender machen. Statt einfach nur Quests abzuarbeiten, können euch Bossgegner plötzlich überfallen und zu spontanen Duellen zwingen. Überraschend: Viele Tester fanden genau diesen Stressfaktor deutlich besser als erwartet. Denn nicht wenige hatten zuvor erwartet, dass der Spielmodus ein einziges Desaster wird.
Was der Beute-Modus in World of Warcraft Midnight konkret verändert
Falls ihr das System noch nicht kennt: Beute (oder Prey) ist ein optionaler Modus, für den ihr euch aktiv anmeldet. Ist er aktiviert, kann euch ein bestimmter Boss, den ihr verfolgt, jederzeit in der offenen Welt anspringen. Am Ende läuft das Ganze auf ein direktes 1-gegen-1 hinaus.
Die Idee dahinter löst ein Problem, das viele MMOs seit Jahren begleitet. Weltquests, Dailys und ähnliche Aufgaben gehören inzwischen zum Standard. Wer regelmäßig spielt, arbeitet diese Inhalte oft ziemlich schnell und routiniert ab. Flak erklärt dazu:
"Das trifft ziemlich genau den Kern unserer Ziele mit Beute. Es geht ein bisschen um Schwierigkeit, aber nicht einfach darum, einen Hard Mode anzuklicken. Wir wollen eher die Herausforderungen von Moment zu Moment erhöhen und Spielern draußen in der Welt mehr Chancen geben, ihr Können zu zeigen."
Beim normalen Abarbeiten von Weltinhalten rutschen viele Spieler laut Blizzard schnell in einen Flow. Man lehnt sich zurück und spult seine Aufgaben ab.
Genau diesen Zustand will der Beute-Modus bewusst durchbrechen. Wenn plötzlich ein Boss auftaucht, müsst ihr sofort reagieren. Habe ich Crowd Control bereit? Stimmen meine Talente? Reicht mein Leben für den Kampf? Flak beschreibt das so:
"Es ist leicht, in einen Flow zu kommen, wenn man einfach seine Routine macht, Weltquests erledigt und ein paar Schätze einsammelt."
Der Hinterhalt zwingt euch dann, euren Plan spontan zu überdenken.
"Wir dachten, das wird ein Desaster" - Blizzards riskante WoW-Idee wurde zur größten Überraschung
So sorgt Blizzard dafür, dass der Beute-Modus fair bleibt
Weil MMO-Spieler sehr empfindlich auf Unfairness reagieren, hat Blizzard dem System klare Regeln verpasst, die die Spieler mit der Zeit lernen sollen. Überfälle passieren grundsätzlich nur, wenn ihr bereits im Kampf seid.
Wer also gerade beim Flugmeister steht oder kurz AFK geht, wird auf den niedrigeren Schwierigkeitsstufen nicht plötzlich aus dem Nichts angegriffen. Im Nightmare-Modus gilt eine deutlich härtere Linie. Flak sagt offen:
"Nightmare ist so ein wenig der 'geh lieber nicht AFK'-Modus."
Wenn ihr dort eine Pause benötigt, solltet ihr besser in ein Gasthaus gehen, euch ausloggen oder den Ruhestein nutzen. Denn auf Nightmare kann euch ein Hinterhalt tatsächlich töten. Flak ergänzt trocken:
"Aber hey, der Name sagt es schon. Ihr habt euch dafür entschieden."
Blizzard überrascht: Spieler mögen die plötzlichen Angriffe
Intern hatte das Team durchaus Bedenken, dass die Community die Überfälle als frustrierend empfinden könnte. Gerade in MMOs reagieren viele Spieler empfindlich, wenn ein Kampf unerwartet kippt. Die Tests zeigten jedoch ein anderes Bild. Flak berichtet:
"Eine Sache, die mich überrascht hat: Die Spieler mochten es wirklich, überfallen zu werden."
Er habe befürchtet, dass Spieler sagen würden:
"Ich hätte diesen Mob überlebt, wenn mich der andere nicht erwischt hätte."
Stattdessen fiel das Feedback deutlich positiver aus. Viele Tester fanden die Situation spannend und mochten den Moment, in dem sie ihre Spielweise spontan anpassen mussten. Flak sagt dazu: "Viele waren insgesamt so drauf: 'Ich mag es, überrascht zu werden. Es macht Spaß und zwingt mich, plötzlich anders über das nachzudenken, was ich gerade tue'.".
Quelle: Buffed


