WoW: In Patch 12.2 kann euer Priester endlich Plattenrüstung tragen

WoW-Fans können bald Rüstungsarten frei mischen und mehr Outfits tragen. Patch 12.2.5 bringt deutlich mehr Freiheit für Transmog-Looks.
Ein Todesritter mit Stoffkapuze oder ein Magier im Plattenlook? Mit WoW-Patch 12.2.5 wird genau das möglich. Blizzard hebt die bisherigen Transmog-Grenzen zwischen Stoff, Leder, Kette und Platte auf.
An der eigentlichen Ausrüstung ändert sich dadurch nichts. Magier tragen weiterhin Stoff und Todesritter weiterhin Platte. Beim Transmogrifizieren spielt die Rüstungsart künftig aber keine Rolle mehr. Auf der Blizzcon 2026 hat Blizzard die Änderung offiziell gemacht. Im Frühjahr 2027 soll sie mit Patch 12.2.5 live gehen.
Stoff, Leder, Kette und Platte lassen sich endlich mischen
Paul Kubit, der Associate Game Director von WoW, brachte das neue System auf der Blizzcon mit einem einfachen Beispiel auf den Punkt.
Ein Todesritter könnte künftig eine Stoffkapuze mit einer Lederhose und Kettenstiefeln kombinieren. Bislang scheitert diese Outfit-Idee daran, dass Todesritter beim Transmog an Plattenvorlagen gebunden sind.
Mit Patch 12.2.5 fällt genau diese Grenze. Die Beschränkung auf Stoff, Leder, Kette oder Platte spielt beim Transmog künftig keine Rolle mehr. Klassen- und Waffenregeln bleiben dagegen bestehen.
Für Transmog-Fans eröffnet das jede Menge neue Möglichkeiten. Viele Vorlagen passten schon immer wunderbar zu bestimmten Outfits, konnten wegen ihrer Rüstungsart aber schlicht nicht verwendet werden.
Warum Blizzard die alte Regel überhaupt abschafft
Hinter der Änderung steckt mehr als nur der Wunsch nach mehr Auswahl. Kubit erklärt, dass Blizzard beim ursprünglichen Transmog-System noch großen Wert auf klar erkennbare Silhouetten der einzelnen Rüstungsarten gelegt hat.
Magier, Priester und Hexenmeister sollten beispielsweise auch optisch wie Stoffträger aussehen. Ein Plattenträger sollte dagegen weiterhin nach schwerer Rüstung aussehen.
Nur funktioniert diese Trennung im heutigen WoW ohnehin kaum noch. Blizzard hat über die Jahre immer mehr kosmetische Sets eingeführt, die von verschiedenen Klassen getragen werden können und trotzdem wie Stoff, Leder oder sogar schwere Platte aussehen. Damit seien die alten Regeln längst aufgeweicht worden.
Deshalb orientiert sich Blizzard beim Transmog nun stärker am Housing. Spieler sollen ihrer Kreativität möglichst freien Lauf lassen und ihre Charaktere so gestalten können, wie sie möchten.

Kriegsmeuten haben den ersten Schritt schon gemacht
Ganz überraschend kommt das Ganze nicht. Mit den Kriegsmeuten hat Blizzard bereits viele Grenzen beim Sammeln von Vorlagen eingerissen. Charaktere können seitdem auch zahlreiche Vorlagen anderer Rüstungsarten für die Sammlung freischalten.
Patch 12.2.5 geht jetzt den entscheidenden Schritt weiter: Gesammelte Vorlagen anderer Rüstungsarten dürfen künftig auch tatsächlich getragen werden. Damit wird aus einer großen Sammlung endlich auch eine gigantische virtuelle Kleiderkammer.
Als Magier könnt ihr künftig also sogar im Plattenlook herumlaufen, wenn ihr die passenden Vorlagen gesammelt habt.
Tier-Sets bleiben weiterhin an ihre Klassen gebunden
Bei einem Punkt zieht Blizzard allerdings weiterhin eine klare Grenze. Klassenspezifische Vorlagen bleiben auch nach Patch 12.2.5 klassengebunden. Das hat Kubit inzwischen selbst bestätigt.
Ein Magier darf sich also künftig bei normalen Plattenvorlagen bedienen, kann aber nicht einfach das originale Paladin-T2 aus dem Kleiderschrank holen. Auch ein schickes Hexenmeister-Tierset bleibt weiterhin dem Hexenmeister vorbehalten.
Ganz neu ist die optische Vermischung ohnehin nicht. Schon seit den frühen WoW-Zeiten gab es Recolor-Sets, die sich vom Original oft nur durch die Farbe unterscheiden. Solche Varianten konnten im Grunde auch von anderen Klassen transmoggt werden, solange sie dieselbe Rüstungsart trugen.
Genau diese Alternativen sollen auch weiter spannend bleiben. Laut Blizzard gibt es genug Recolor-Items, mit denen ihr einige coole Tier-Set-Looks ganz entspannt nachbauen könnt.
Damit beantwortet Blizzard auch eine Frage, die unter Transmog-Fans schnell für Diskussionen gesorgt hat. Ikonische Klassensets bleiben besonders.
Für viele WoW-Fans ist das Paladin-T2 nicht einfach nur eine schicke Rüstung, sondern ein fester Teil der Klassenfantasie. Mehr Freiheit bei normalen Vorlagen ist schön, Paladine sollen aber weiterhin aussehen können wie Paladine, ohne dass plötzlich jeder Magier in ihrem berühmtesten Set herumläuft.
Auch bei Waffen bleibt die alte Regel bestehen
Bei Waffen zieht Blizzard ebenfalls eine klare Grenze. Die bisherigen Beschränkungen bleiben mit Patch 12.2.5 erhalten.
Die neue Freiheit gilt also wirklich nur für die Rüstungsarten. Welche Waffen eure Klasse transmogrifizieren darf, hängt weiterhin von den bekannten Regeln ab.
Oder wie Blizzard es sinngemäß beschreibt: Ein Krieger wird künftig nicht plötzlich mit einem Zauberstab durch Azeroth sprinten.
Für Transmog-Fans bleibt Patch 12.2.5 trotzdem eine der größten Änderungen seit Jahren. Stoff, Leder, Kette und Platte lassen sich endlich miteinander kombinieren, während Tier-Sets und Waffen ihre bisherigen Grenzen behalten.
Damit hat Blizzard wohl einen guten Mittelweg gefunden: deutlich mehr Freiheit für unsere Outfits, ohne die Klassenfantasie komplett über Bord zu werfen.
Quelle: Buffed
