WoW: Barden, Zwergen-Dämonenjäger und Krokul bald möglich – in D&D

Das neue D&D-Regelwerk für World of Warcraft erweitert die Auswahl an Völkern und erlaubt Krokul, Taunka sowie neue Kombinationen aus Völkern und Klassen.
World of Warcraft bietet uns mittlerweile eine ganze Menge spielbarer Völker. Doch so richtig zufrieden sind die Spieler damit noch lange nicht. Seit Jahren wünschen sich einige Fans beispielsweise, endlich einen Taunka oder einen der Krokul spielen zu dürfen. Blizzard hat ihnen diesen Wunsch bislang nicht erfüllt. Dafür springen jetzt ausgerechnet die Entwickler von Dungeons & Dragons in die Bresche.
Denn im kommenden D&D-Regelwerk zu World of Warcraft dürfen wir nicht nur sämtliche Völker spielen, die auch im MMO verfügbar sind. Die Entwickler gehen sogar noch einen Schritt weiter und lassen uns Charaktere erstellen, von denen wir in WoW bislang nur träumen können. Das haben sie jetzt im Rahmen einer ausführlichen Präsentation zum neuen Regelwerk verraten.
D&D bekommt alle spielbaren WoW-Völker – und sogar noch mehr
James Wyatt, Lead Designer des neuen D&D-Regelwerks, erklärte während der Präsentation, dass man bei der Entwicklung ein ziemlich klares Ziel verfolgt habe: Wer einen bestimmten Charakter in World of Warcraft spielen kann, soll diesen auch problemlos an den heimischen Spieltisch bringen können.
Deshalb haben die Entwickler sämtliche spielbaren WoW-Völker berücksichtigt. Bei einigen war das ziemlich einfach. Menschen, Orks, Zwerge und Gnome gibt es schließlich bereits im normalen D&D-Regelwerk. Bei anderen mussten hingegen neue Regeln her.
Besonders interessant wird es allerdings bei den zahlreichen Untergruppen der einzelnen Völker. Denn während Blizzard diese im MMO teilweise nur über kosmetische Anpassungen anbietet, bekommen sie in D&D eigene Abstammungsoptionen.
Als Beispiel nennt Wyatt die Draenei. Hier können wir nicht nur die normalen Draenei spielen, sondern auch ihre lichtgeschmiedeten Verwandten oder die rot gefärbten Man'ari. Doch warum sollte man an dieser Stelle aufhören? Genau das haben sich offenbar auch die Entwickler gedacht.
Deshalb dürfen wir in D&D sogar einen Krokul spielen! Die gebrochenen Draenei kennen wir unter anderem von Argus, wo wir ihnen während Legion begegnet sind. Als spielbare Variante haben sie es allerdings bis heute nicht ins MMO geschafft.
Und damit sind wir noch lange nicht am Ende. Auch die Taunka aus Nordend stehen uns als spielbare Variante der Tauren zur Verfügung. Hinzu kommen beispielsweise die Amani-Trolle. In WoW dürfen wir unseren Dunkelspeertrollen bislang lediglich einige Anpassungen im Stil der Amani verpassen. In D&D werden sie hingegen als eigene Variante berücksichtigt.
Ein Dämonenjäger ohne Elf? Auch das ist möglich
Doch die Entwickler wollen uns nicht nur bei der Wahl unseres Volkes mehr Freiheiten lassen. Auch die Klassenkombinationen müssen sich nicht zwangsläufig an die Regeln halten, die Blizzard für das MMO festgelegt hat.
Ihr wolltet schon immer einen Zwerg spielen, der als Dämonenjäger durch Azeroth zieht? Oder einen Rufer, der überhaupt kein Dracthyr ist? Im neuen D&D-Regelwerk spricht zumindest aus Sicht der Entwickler nichts dagegen. Ob ihr solche ungewöhnlichen Kombinationen tatsächlich spielen dürft, entscheidet allerdings euer Spielleiter.
Laut Wyatt gibt es jedenfalls keine grundsätzlichen Probleme mit der Spielbalance. Schließlich gibt es am Spieltisch keine technischen Beschränkungen, die solche Kombinationen verhindern. Und auch die Geschichte von Azeroth muss nicht immer exakt so ablaufen, wie Blizzard sie im MMO erzählt.
Sogar Klassen, die wir aus World of Warcraft überhaupt nicht kennen, sind möglich. Wer beispielsweise schon immer als Barde durch Sturmwind ziehen und seine Mitspieler mit Musik unterhalten wollte, kann das problemlos tun. Die entsprechende Klasse gibt es schließlich bereits im normalen D&D-Spielerhandbuch.
Das alles passt zur grundsätzlichen Idee hinter dem neuen Regelwerk. Die Entwickler wollen nämlich gar nicht versuchen, World of Warcraft einfach nur mit Würfeln nachzubauen. Stattdessen soll Azeroth zu einer klassischen D&D-Spielwelt werden, in der wir deutlich mehr Freiheiten haben als im MMO. Und ganz nebenbei erfüllt uns Dungeons & Dragons damit einige Wünsche, auf deren Umsetzung wir bei Blizzard teilweise schon seit vielen Jahren warten.
Quelle: Buffed
