Blizzard überrascht: Lady Liadrin im emotionalsten WoW-Kurzfilm seit Langem

Die Schlacht um den Sonnenbrunnen wirft ihre Schatten voraus und Blizzard stimmt uns mit einem neuen, emotionalen Kurzfilm auf WoW: Midnight ein. Im Fokus steht dieses Mal Lady Liadrin, die Matriarchin der Blutritter in World of Warcraft.
Neue Woche, neuer Kurzfilm. Und dieses Mal zieht Blizzard die Stimmungsschraube ordentlich an. Die Schlacht um den Sonnenbrunnen rückt näher, die Trommeln des Krieges werden lauter und mit WoW: Midnight steht der nächste große Abschnitt der Weltenseelen-Saga vor der Tür. Im Mittelpunkt des neuen Videos steht niemand Geringeres als Lady Liadrin.
Auffällig ist vor allem der Stil. Statt kurzer, punktueller Szenen bekommen wir eine durchgehend animierte Geschichte mit über fünf Minuten Laufzeit. Das Ganze fühlt sich fast wie ein kleiner Mini-Film an und hebt sich spürbar von früheren animierten WoW-Videos ab.
Inhaltlich spielt die Story zwischen dem Finale von The War Within und dem Start von Midnight. Liadrin spürt, dass sich über dem Sonnenbrunnen etwas Unheilvolles zusammenbraut. Also macht sie sich auf den Weg, um Priester in ganz Azeroth zu warnen. Dabei tauchen wir tiefer in ihre Vergangenheit ein und erfahren, welche Narben sie seit dem Dritten Krieg mit sich trägt.
Blizzard setzt hier klar auf Emotion und Atmosphäre. Das Ergebnis ist ein Kurzfilm, der nicht nur Lust auf Midnight macht, sondern auch zeigt, wie viel erzählerisches Potenzial noch in Azeroth steckt. Wer sich auf WoW: Midnight einstimmen will, sollte sich dieses Video definitiv anschauen:
Die Story von Lady Liadrin
Passend zum Video liefert Blizzard eine kurze Zusammenfassung von Liadrins bisheriger Geschichte in World of Warcraft:
Lady Liadrin verschrieb sich als hingebungsvolle Priesterin dem Heiligen Licht - bis ihre Gebete ungehört verhallten und ihre Welt in Asche und Untod ertrank. In diesem Moment zerbarst ihr Glaube an das Licht, und bald blieb nur noch Feindschaft übrig.
Als die Geißel Silbermond während des Dritten Krieges heimsuchte, brach die Verteidigung nicht unter dem Ansturm der Untoten oder durch Zauberei, sondern durch Verrat aus den eigenen Reihen. Im folgenden Chaos geriet das Königreich von Silbermond an den Rand der Vernichtung, und der Sonnenbrunnen, das geliebte Herz ihrer Kultur, wurde verderbt.
Der Preis des Überlebens in den Ruinen ihres Königreiches war hoch. Zur Rettung aller sah sich Prinz Kael'thas gezwungen, die Vernichtung des Sonnenbrunnens anzuordnen. Der arkanen Energien des Sonnenbrunnens beraubt, nagte der Entzug an den Überlebenden. Gnadenlos, unerträglich, und tödlich. In ihrer Verzweiflung wandten sich die Blutelfen neuen Möglichkeiten zu, indem sie Energie aus anderen Quellen anzapften.
Als ein gefangengenommener Naaru, ein von Heiligem Licht durchflutetes Wesen, in Quel'Thalas eintraf, erkannten die Magister eine gefährliche Wahrheit: Dieses Licht konnte gestohlen werden. Liadrin, erschüttert von der Unfähigkeit des Lichtes, ihr Volk zu beschützen, akzeptierte diese Methode, ohne zu zögern. Und so waren die Blutritter geboren. Paladine, die nicht nach dem Segen des Lichts strebten, sondern es sich untertan machten. Und Liadrin führte sie als ihre Matriarchin an.
Infolge von Invasion und Verrat wurde der wiederhergestellte Sonnenbrunnen erneut verderbt. Lor'themar erwog, ihn abermals zu zerstören, als ein Hoffnungsschimmer in Form des Propheten Velen erschien. Indem er die Essenz desselben Naarus anzapfte, dessen sich auch die Blutritter bedienten, verwandelte Velen den Sonnenbrunnen in eine strahlende Quelle sowohl Heiligen Lichts, als auch arkaner Energie.
Für die Blutelfen markierte die Wiederherstellung des Sonnenbrunnens einen Wendepunkt. Für Liadrin war es ein Moment der Erkenntnis. Sie und ihre Blutritter schworen ihren Methoden ab und entschieden sich, als Champions des Lichts in dessen Glanz zu wandeln, anstatt es zu unterwerfen.
Sowohl durch ihre Überzeugung als auch ihre Taten nimmt Liadrin eine Stellung als Galionsfigur ein. Sie ist eine hingebungsvolle Anhängerin des Lichtes, nicht aus blindem Glauben, sondern, weil sie dessen Aufgabe und Verantwortung versteht. Ihre zahllosen Prüfungen und ihr Wandel vom Zweifel zur Hingabe haben sie gestählt und für immer verändert.
"... das Licht hat mir gezeigt, dass ich nicht verloren war. Es hat mir geholfen, die Stärke zum Überleben zu finden, trotz allem, was geschehen war und trotz allem Bösen, das ich getan habe."
Vor allem Fans der Blutelfen und Paladine dürften bei diesem Kurzfilm voll auf ihre Kosten kommen. Lady Liadrin bekommt endlich wieder die Bühne, die sie verdient, und das sorgt in der WoW-Community prompt für Begeisterung. Die Kommentare unter dem Video fallen überwiegend sehr positiv aus.
Und wie so oft gilt: Kaum erscheint ein aufwendig produzierter WoW-Film, werden auch schon die Rufe nach einer kompletten Serie im gleichen Stil laut. Verständlich, denn das hier macht definitiv Lust auf mehr. Wie sieht es bei euch aus? Wünscht ihr euch auch eine animierte WoW-Serie?
Quelle: Buffed


