WoW: Wie schlimm steht es um die Bot-Seuche in der Saison der Meisterschaft?

Blizzard hat in WoW wieder tausende Botter ausfindig gemacht und die Accounts gebannt. Einige der Botter wollen jetzt Klage einreichen.

Knapp zwei Wochen nach dem Start der ersten Saison der Meisterschaft von WoW Classic gibt's bereits verzweifelte Berichte über Bots in Azeroth. Dabei hatte Blizzard diverse Maßnahmen vorgenommen, um den Bot-Krieg dieses Mal zu den eigenen Gunsten zu entscheiden.

Das Thema Bots bleibt im klassischen WoW weiterhin präsent. In der ersten Classic-Version gab es sie zuhauf und sie bescherten uns einen besseren Zugang zu Schwarzer Lotus, eine tägliche Obergrenze für Dungeon-Besuche sowie einigen Frust durch zig ungerechtfertigte Bannstrafen. Mittlerweile haben wir die TBC-Classic-Ära erreicht, und auch dort sind Bots leider ein großes Thema.

Maßnahmen in der Saison der Meisterschaft

Mit der Saison der Meisterschaft kamen dann weitere Maßnahmen dazu, die sich auf die Wirksamkeit von Bots auswirken:

 
  • Zwar kann man durch Quests nun deutlich schneller Stufe 60 erreichen als noch in WoW Classic, das seinerzeit sehr effiziente AoE-Leveln in Dungeons sowie das Dungeon-Boosting ist in der Form nun jedoch nicht mehr möglich.
  • Maßnahme Nr. 1: Getötete Monster bringen in Dungeons so gut wie keine Erfahrungspunkte mehr, sobald ein hochstufiger Charakter anwesend ist.
  • Maßnahme Nr. 2: Gegner in Maraudon und Stratholme besitzen nun Schutzeffekte vor Wurzel- und Verlangsamungseffekten, die nach einiger Zeit aktiv werden.
  • Maßnahme Nr. 3: Die Zombie-Trolle in Zul'Farrak lassen nun spürbar seltener wertvolle Beute fallen. Der Loot wurde auf die anderen Gegner des Dungeons verteilt, die sich nicht so effizient abfarmen lassen.
  • Für Schurken(-Bots) in den Schwarzfelstiefen gibt's nun einen Dieb-Debuff, der 24/7-Taschendiebstahl verhindern soll.
  • Die Verfügbarkeit von Bergbauvorkommen und Kräuterkundequelle wurde in allen Zonen deutlich erhöht. Außerdem gilt: Kräuterkundige auf Höchststufe haben eine geringe Chance, Schwarzen Lotus zu erhalten, wenn sie an einer hochstufigen Kräuterkundequelle sammeln. Ebenfalls erhöht wurde die Verfügbarkeit bestimmter Handwerksmaterialien wie Elementarfeuer, Elementarerde und Elementarwasser. Das Farmen dieser Gegenstände sollte den Spielern nun also einfacher fallen, was wiederum die Preise für diese Items drücken sollte.

Wie steht es um Bots in der SoM?

Ob die Maßnahmen von Blizzard irgendeinen Effekt haben, ist ohne konkrete Vergleichszahlen nicht bewertbar. Immer mehr Spieler von SoM berichten jedoch von der zunehmenden Zahl an Bots auf ihren Servern. Auf Reddit berichtet BlackTitan76 etwa davon, dass einige Questgebiete so stark von Bots frequentiert werden, dass es zeitweise unmöglich ist, selbst die dort verorteten Quests abzuschließen. Als Beispiel nennt er das Schlingendorntal und die Jagdaufträge von Nesingwary.

Weitere Beispiele zeigt der Youtuber Solheim in seinem Video vom 29. November:

Er berichtet, dass er für das Video nur wenige Minuten suchen musste, um gleich mehrere Bots in der offenen Welt aufzuspüren. Diese sind leicht zu erkennen an ihrem Bewegungs- und Angriffsablauf, an der Ausrüstungszusammenstellung (lauter BoE-Items, die teils keinen Sinn ergeben) und in der Art und Weise, wie sie mit anderen Spielern interagieren.

Offenbar sollen sich derzeit auch viele Bots im Alteractal befinden, die sich auf die Art auf die hohen Ehre-Ränge grinden wollen. Es scheint sich also weiterhin für Bot-Nutzer zu lohnen, das Abo abzuschließen und in Azeroth ihr Unwesen zu treiben, bis Blizzard irgendwann mal den Bannhammer schwingt.

Übrigens will Blizzard die Bannstrafen für den Echtgeld-Kauf von Gold in naher Zukunft spürbar erhöhen. Das sollte jeder im Hinterkopf behalten, bevor er zur Kreditkarte oder einem anderen Zahlungsmittel greift und sich Gold kauft.

Quelle: Buffed

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