WoW: "Nach Goblin-Art" - Neue Kurzgeschichte kostenlos herunterladen

 

WoW: "Nach Goblin-Art" - Neue Kurzgeschichte kostenlos herunterladen

Wer ist eigentlich der neue Handelsprinz der Goblins und wie ist es um das Horde-Volk bestellt? Taucht ein in die neue Warcraft-Kurzgeschichte: "Nach Goblin-Art", in der das Leben Handelsprinz Monte Gazlowe unter die Lupe genommen wird.

Nach der Rebellion von Varok Saurfang gegen Sylvanas hat Handelsprinz Gallywix sein Volk der Goblins im Stich gelassen und streift seit Shadowlands durch die Weltgeschichte. Der neue von Thrall ernannte Anf√ľhrer der Goblins ist Handelsprinz Monte Gazlowe. Nach dem Abgang von Gallywix tritt er kein leichtes Erbe an.

Um Spieler mit dem neuen Goblin-Anf√ľhrer vertraut zu machen, haben die Entwickler eine neue Kurzgeschichte in Auftrag gegeben, die von Andrew Robinson geschrieben wurde. In der Warcraft-Kurzgeschichte "Nach Goblin-Art" erfahrt ihr mehr √ľber die Herausforderungen, denen sich Gazlowe stellen muss. Und wom√∂glich spielt er auch in er neuen Erweiterung The War Within eine entscheidende Rolle. Hier bekommt ihr einen Einblick in die Story. Die gesamte Kurzgeschichte "Die Goblinmethode" k√∂nnt ihr euch als PDF auf der offiziellen Warcraft-Seite herunterladen.

Die Goblin-Methode

Monte Gazlowe, Handelsprinz des Bilgewasserkartells, stellt Untersuchungen zu den Arbeitsbedingungen unter den Goblins an und besucht in diesem Zuge Fabriken, Minen und andere Produktionsst√§tten. Der Prozess beginnt immer mehr an ihm zu nagen: Egal, wo er auch erscheint, √ľberall sieht er ausgebrannte Arbeitskr√§fte, billige Maschinen und ungesunde Arbeitsbedingungen, die die Produktion fortlaufend in Verzug bringen und ihrem Volk einen schlechten Namen machen. Aber noch schlimmer ist, dass jeder Boss die gleiche Meinung hat: "Das ist die Art der Goblins! Fressen und gefressen werden! Nur die Gewinner √ľberleben!" Aber ist das wirklich die Art der Goblins? Oder wollte Jastor Gallywix es lediglich so wirken lassen?

Monte Gazlowe seufzte, w√§hrend er von seinem Platz auf der Plattform √ľber dem s√ľdlichen Distrikt der Mine aus den Blick √ľber den gro√üen Bergbaubetrieb schweifen lie√ü. Es war seine f√ľnfte "Faktfindungstour" der Woche, und es kam ihm vor, als h√§tte er seit Monaten nichts anderes gemacht als eine Bestandsaufnahme der alles andere als erstrebenswerten Arbeitsbedingungen der Goblins. Diese hier war allerdings eine der schlimmsten, obwohl Marin Noggenfogger - Gazlowes Gastgeber und F√ľhrer - so tat, als w√§re alles einwandfrei.

Noggenfogger winkte, um Gazlowes Aufmerksamkeit zu erregen. In seinem makellos wei√üen Anzug wirkte er wundersam fehlplatziert und leuchtete beinahe inmitten der verrauchten Luft und den heruntergekommenen, undichten R√§umen. Es war deutlich zu sehen, dass er den Betrieb erst vor kurzem √ľbernommen hatte. "Hier dr√ľben!", rief er. Dann wandte er sich an einen seiner Leibw√§chter. "Arbeitet die Zweierschicht an dem ... √§hm ..."

"Langwand-Scherer?", ergänzte Gazlowe.

Noggenfogger grinste. "Genau, was Ihr sagt. Der Felsknacker Dreitausend. Eine wundersch√∂ne Maschine, was?" Er strahlte √ľber das ganze Gesicht, als er nach unten in die gewaltige Mine zeigte, wo ein dampfbetriebener Behemoth stand. Seine f√ľrchterlichen Metallz√§hne gruben sich unaufhaltsam in den Stein, um die Eisenader freizulegen, die das Lebensblut dieses Unterfangens darstellte.

"Ihr m√ľsst Euch √ľber das Gel√§nder lehnen, um ihn besser zu sehen. Au√üer, Ihr wollt nach unten gehen und ihn euch aus der N√§he ansehen", f√ľgte Noggenfogger hinzu und winkte Gazlowe an die Plattform.

Gazlowe trat n√§her an das Gel√§nder und gab seinem orcischen Leibw√§chter Vak'kan ein Zeichen, zur√ľckzubleiben. Im Gegensatz zu manchen Goblins - darunter Noggenfogger, wie es schien - hatte Gazlowe keine H√∂henangst.

W√§hrend der Scherer das Erz aus dem Boden an die Oberfl√§che holte, lehnte sich Gazlowe √ľber das Gel√§nder, um die Arbeiter zu beobachten - haupts√§chlich Goblins und einige Orcs - die in Mechs mit Dampfschaufeln die Minenloren beluden, welche das Erz dann zur Weiterverarbeitung brachten. Einige Arbeiter hatten Verb√§nde um die Extremit√§ten, vermutlich wegen der weggeworfenen Maschinenteile, die hier √ľberall im Laufweg herumlagen, und einige von ihnen stie√üen feuchte, r√∂chelnde Huster aus, w√§hrend sie sich schmutzige Lappen vor das Gesicht hielten.

Noggenfogger grinste Gazlowe nervös an und nickte, als wollte er sagen "Schick, nicht?" Gazlowe sah wieder nach unten - als plötzlich ein Teil des Geländers aus der Verankerung brach, quietschend nach außen schwang und nichts als Leere zwischen Gazlowe und dem Sturz in den Tod hinterließ.

Er schwankte einen Moment, bevor er das Gleichgewicht wiederfand - mit der Hilfe von Vak'kan, der ihn blitzschnell mit einer starken Hand am Kragen packte und zur√ľckzog. Gazlowe warf Noggenfogger einen finsteren Blick zu, die spitzen Ohren stellten sich ihm auf. Hatte Noggenfogger das geplant? Wollte er einen Unfall inszenieren? Als neu eingesetzter Kopf des Bilgewasserkartells und de facto Repr√§sentant seines Volkes in der Horde war Gazlowe sich bewusst, dass er Feinde hatte. Aber er hatte nicht so bald mit einem Anschlag auf sein Leben gerechnet und schon gleich gar nicht auf so grobschl√§chtigem Wege.

Quelle: Buffed