WoW Forever: RMT-Lage immer absurder - Devs reagieren mit neuem Feature

WoW Forever: RMT-Lage immer absurder - Devs reagieren mit neuem Feature

Die Situation um Goldhandel in WoW Forever wird immer absurder. Nach mehreren Banns für Streamer und einem Finanzamt-Addon sind die Entwickler des MMOs jetzt bezwungen, ein neues Warnfenster für den Handel ins Spiel zu bringen.

Der Hype rund um WoW Forever hält an. Nach dem großen Level-30-Patch erkunden die Spieler in der „Classic Plus“-Version von Blizzards MMO weitere Zonen Azeroths sowie einen brandneuen Dungeon. Über all der Euphorie wabert jedoch eine Wolke mit altbekannten WoW-Classic-Problemen: Bots und Echtgeldhandel mit Gold (RMT, Real Money Trading).

Auch WoW Forever hat bereits während der Beta mit Bots und Goldhändlern zu kämpfen. Nachdem Blizzard harte Strafen für Goldkäufer ankündigte, wurden tatsächlich einige Spieler – darunter auch WoW-Streamer – gebannt. Das RMT-Thema ist mittlerweile so weit ausgeartet, dass Blizzard ein neues Popup-Fenster beim Handel implementieren wird, während Streamer zur Sicherheit Finanzamt-Addons installieren, um auf Nummer sicher zu gehen.

Goldhandel kocht bereits in der Beta von WoW Forever hoch

Um zu verstehen, wie es zu diesen teils kuriosen Neuerungen rund um Handel und Goldhandel kam, muss man die Geschehnisse der vergangenen Tage betrachten. Auslöser für die Golddebatte waren Streamer, die – auch für das bevorstehende PvP-Turnier – große Mengen an Gold von augenscheinlich zufälligen Spielern annahmen.

Für den größten Gesprächsstoff sorgte zunächst WoW-Streamer Ziqo, der plötzlich 380 Gold von einem Level-1-Charakter bekam. Später wurde ihm das Gold von den Entwicklern entzogen. Ab diesem Zeitpunkt war der Goldhandel vor allem bei Streamern aber schon aus dem Ruder gelaufen.

Ziqo beteuerte, dass er die 380 Gold zufällig bekam und dafür kein Echtgeld ausgab. In der WoW-Community zweifelten jedoch einige Spieler an seiner überraschten Reaktion im Stream. Eine ähnliche Erfahrung machte WoW-Streamer Supatease, der ebenfalls nützliche Items von einem zufälligen Spieler bekam. Sein Account wurde daraufhin gebannt.

Deutlich offensichtlicher machte es WoW-Streamer Payo, der buchstäblich im Stream dazu aufrief, dass ihm Zuschauer so viel Gold wie möglich handeln sollen, damit er beim 100.000-Dollar-PvP-Turnier bessere Chancen hat. Auch sein Account wurde daraufhin gebannt.

WoW-Streamer wie Ziqo haben mittlerweile eine Art Finanzamt-Addon installiert, das ihnen anzeigt, wie viel ein Charakter über Item-Verkäufe und Quests maximal erspielt haben kann.

Das IRS-Addon (Illicit Riches Scanner, in Anspielung auf die gleichnamige Bundessteuerbehörde der USA) kontrolliert damit vor dem Handel, ob die gehandelte Menge an Gold normal erspielt wurde, oder ob es sich um einen Goldkäufer handelt. Das Addon „ Ironforge Revenue Service “ bietet ähnliche Dienste.

Streamer sichern sich damit ab, um einer möglichen Bannstrafe für Echtgeldhandel zu entgehen. In erster Linie wird das Addon aber als Scherz betrachtet und ist ein kleiner Seitenhieb in Richtung Blizzard.

Blizzard wird neues Popup-Fenster implementieren

Die Entwickler haben daraufhin mehrere Bots und Goldverkäufer sowie Goldkäufer gebannt. Wie Community Manager Kaivax im offiziellen US-WoW-Forum mitteilte, wird es demnächst ein zusätzliches Popup-Fenster beim Handeln mit fremden Spielern geben:


"We will soon add a warning to the game that will appear whenever you trade with strangers. The warning reads:

Be wary of accepting gold from unknown or suspicious sources. If the provider is engaged in Real Money Transactions, you could put your account at risk of closure. Please see the following support article for more information: https://support.blizzard.com/help/article/379634."


Blizzards Regeln gegen Goldhandel sind weiterhin klar: Wer Gold kauft, riskiert, dass das Gold vom Account wieder entfernt wird oder es zu temporären oder permanenten Account-Banns kommt.

Sollte es also zufällig dazu kommen, dass euch Spieler in WoW Forever große Mengen Gold in die Hand drücken, solltet ihr skeptisch sein. In erster Linie handelt es sich bei den neuesten Änderungen um klare Regeln für WoW-Content-Creator.

Der Echtgeldhandel mit Gold bleibt jedoch ein großes Problem. Auf einschlägigen Goldsellerseiten wird sogar bereits Kupfererz für Echtgeld und andere Dienste für den Launch von WoW Forever angeboten. Es wird spannend zu sehen sein, ob die Devs des MMOs in dieser WoW-Classic-Version dieses Mal Herr über die Lage werden können.

Quelle: Buffed

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