WoW: "Das ist unm√∂glich" - Blizzard √ľber den Schwierigkeitsgrad in mythischen Raids

 

WoW: "Das ist unm√∂glich" - Blizzard √ľber den Schwierigkeitsgrad in mythischen Raids

Wenn Raidboss in WoW generft werden, dann hat das nicht unbedingt damit zu tun, dass der Schwierigkeitsgrad schlecht getroffen wurde. Nerfs sind von Anfang an geplant, verriet Game Director Ion Hazzikostas.

Wenn sich Io Hazzikostas zum Interview hinsetzt, dann gilt es, zuzuh√∂ren. Denn als Game Director von World of Warcraft hat sein Wort nicht nur bei Blizzard Gewicht, er ist auch √ľber s√§mtliche Entwicklungen in WoW im Bilde. Wenn Hazzikostas also etwas ank√ľndigt, dann kann man davon ausgehen, dass es auch so kommen wird.

Das hat er beispielsweise rund um die kommende √úberarbeitung der Mythisch-Plus-Dungeons getan. Dort sprach er dar√ľber, welche Ziele verfolgt werden und dass man schon bald gro√üe √Ąnderungen erwarten kann. In eben jenem Interview drehte es sich am Rande aber auch um die Schlachtz√ľge von The War Within und Dragonflight.

Dabei wurde der hohe Schwierigkeitsgrad und die massiven Nerfs in Amirdrassil thematisiert. Zur Erinnerung: In Amirdrassil sind viele Gilden bei Tindral gegen eine un√ľberwindbare Wand gelaufen und kaum ein Raid in der Geschichte von WoW hat so viele Nerfs gesehen.

Und zumindest Letzteres war kein Zufall, sondern volle Absicht, wie Hazzikostas zugab. Denn bei Blizzard plant man sogar mit den Nerfs.

Raid-Nerfs sind von Anfang an eingeplant

Im Interview verwies der Game Director auf die undankbare Arbeit, dem Raid einen Schwierigkeitsgrad zu verpassen, mit dem alle Spieler zurechtkämen. Das sei schlicht "unmöglich". Selbst, wenn man sich die besten Gilden der Welt anschaue, sei die Varianz im spielerischen Können zwischen Gilden im World First Race und denen, die es am Ende gerade noch so in die Ruhmeshalle schaffen, gewaltig.

Da man weder die eine noch die andere Gruppe an Spieler bevorzugen wolle, indem man einen Schwierigkeitsgrad genau auf sie abgestimmt mache, m√ľsse man variabel vorgehen. Daher sind bereits zum Start eines Raids die Nerfs quasi "eingeplant". Wann und wie heftig diese ausfallen werden, h√§ngt dann ein wenig davon ab, wie gut man den initialen Schwierigkeitsgrad getroffen habe.

Im Falle von Tindral sei man wohl zu hoch gelandet, weswegen die Nerfs umso heftiger ausfielen. Und das, obwohl laut Ion Hazzikostas diverse Gilden die Entwickler quasi angefleht haben, mit den Nerfs noch zu warten. Denn nicht jeder ist frustriert, wenn er wochenlang an einem Boss knabbert. Es gibt auch Gilden, die ihren Spielspaß genau aus solchen Herausforderungen ziehen.

Die breite Masse der Spieler ist aber nicht so frustresistent und so ist es verständlich, dass die Entwickler die Mauer irgendwann aufweichen, gegen die die Spieler mit ihren Köpfen rennen. Das wird auch in The War Within und im ersten dortigen Raid wieder der Fall sein. Ob die Entwickler bereits vor dem Release potenzielle und ausgearbeitete Nerfs in der Schublade liegen haben. Scheint fast so.

Quelle: Buffed